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Baar - ein alter Ort mit reicher Geschichte

Das moderne Baar stellt sich in einem Videofilm vor. Hier die Begrüssung durch den Gemeindepräsidenten Andy Hotz.

 

 

 

 

 

Das Gebiet, in der die heutige Gemeinde Baar liegt, verfügt über eine aussergewöhnlich reiche Geschichte. Zu allen Zeiten lebten Menschen in dieser Region und profitierten vom fruchtbaren Boden im Schwemmland der Lorze. Der Zuger Kantonsarchäologe Dr. Stefan Hochuli hat einmal gesagt, in Baar könne man kein Loch graben, ohne dass nicht ein archäologischer Fund erscheine.


Wildenburg

 

 

 

 

 

Am Fuss der Kirche St. Martin stiess man bei Strassenbauarbeiten auf ein frühmittel-alterliches Grab. Archäologen legten unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung zahlreiche Skelette frei. Kurz darauf wurde im Früeberg, wenige Hundert Meter weit entfernt, ein weiterer Friedhof aus der selben Zeit entdeckt. In den schriftlichen Quellen erscheint Baar im 11. Jahrhundert erstmals. Aber erst im 13. Jahrhundert setzt eine regelmässige Überlieferung ein. Baar scheint damals im Brennpunkt territorialpolitischer Auseinandersetzungen zwischen den Grafen von Habsburg und den Grafen von Kyburg gestanden zu haben. In diesem Zusammenhang scheint auch die Stadt Zug gegründet worden zu sein.setzen.


 

 

 

 

 

Als Zug in die Eidgenossenschaft aufgenommen wurde, stand die Stadt in einem Spannungsverhältnis zu den äusseren Gemeinden Baar, Ägeri und Menzingen. Diesen Gemeinden gelang es, sich dem Zugriff der Stadt zu entziehen und ihre gleichberechtigte Stellung neben der Stadt Zug, bis zum Einmarsch der Franzosen zu be-wahren. Ein einzigartiges Phänomen in der Eidge-nossenschaft, auf das die Baarer in der Gegenwart noch stolz sind und das für die heute noch manchmal in Erscheinung tretenden Spannungen zwischen der Baarern und Zugern verantwortlich gemacht wird.
Verlag Stocker, Baar

Zytturm Zug
     

 

 

Die Industrialisierung erreichte Baar mit dem Bau der Spinnerei an der Lorze 1854. Diese galt zu ihrer Zeit als grösste Spinnerei des Landes. Für das Bauerndorf Baar brachte sie grosse Veränderungen mit sich. Viele Arbeiter wanderten zu. Sie brachten den reformierten Glauben in das bis dahin streng katholische Dorf, das jahrhunderte-lang an der Glaubensgrenze zu Zürich die katholische Fahne hoch gehalten hatte.


Spinnerei Lorze
     

 

 

 

Sie brachten aber auch neue Bräuche mit. Davon zeugt heute noch die Brauerei, die neben der Spinnerei gebaut wurde und heute noch ein wunderbares Bier produziert.

 

 

 

 

 

 

 

Text:   Stefan Doppmann, 6340 Baar

Fotos: Andreas Busslinger, 6340 Baar

           Wikimedia, alte Postkarten


Brauerei Baar